Gesunde Ernährung: Omega-3-Fettsäuren

Warum gesunde Ernährung?

In neueren Forschungen wird der Einfluss der Darmflora auf  Stoffwechsel, Immunsystem, Nervensystem und sogar die Psyche untersucht (Siehe nächsten Newsletter „Das Bauchhirn“). Es gibt mittlerweile durchaus ernstzunehmende Hinweise, dass die Ernährung eine zentrale Rolle für die körperliche und seelische Gesundheit, aber auch für das Wohlbefinden spielt.


Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren

Bei den Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um sog. essenzielle Fettsäuren, d. h. sie sind überlebenswichtig. Da sie vom Körper selbst nicht produziert werden können, müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen. Reichhaltig Omega-3-Fettsäuren bieten Fisch, Krustentiere, Leinöl und Leinsamen. Vor allem Gehirn und Nervensystem bestehen zu einem großen Teil aus Fettsäuren. Vermutlich spielen ungesättigte Fettsäuren eine wichtige Rolle bei der Produktion von Nervenbotenstoffen und bei der Stimmungs- regulation. Schon der Fötus im Mutterleib braucht ausreichend von diesen Fettsäuren. Frauen, die während der Schwangerschaft ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, erkrankten seltener an einer postnatalen Depression (1) und erlitten seltener eine Frühgeburt (2).
Es gibt mittlerweile seriöse wissenschaftliche Untersuchungen, die auf die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf die Stimmung hinweisen, nicht zuletzt sind sie geeignet zur Behandlung von Depressionen (3).
Es gibt Hinweise darauf, dass die Aufnahme von zu wenig Omega-3-Fettsäuren bei der Entwicklung von Krebserkrankungen eine zentrale Rolle spielt (4).


 

Empfehlungen zur Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren

Über die Nahrung können diese Fettsäuren durch Fisch und Krustentiere aufgenommen werden. Wer allerdings diese Tiere nicht essen mag, kann auch auf Nahrungsmittelergänzungsprodukte zurückgreifen, obwohl die natürliche Ernährung eher zu empfehlen ist. Die Präparate sind als Kapseln erhältlich. Am ehesten eignen sich Produkte mit einem hohen Ölanteil an DHA und EPA. Dieser sollte mindestens bei 80% liegen. Als pflanzliches Produkt sind insbesondere Leinöl oder Leinsamenkörner empfehlenswert. Ein- bis drei Esslöffel Leinöl pro Tag werden empfohlen oder mindestens vier Esslöffel Leinsamenkörner. Leinsamenkörner sollten am besten gemahlen werden, um die Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren zu erleichtern.

  1. Hibbeln J 2000. Seafood consumption, the DHA content of mothers’ milk and prevalence rates of postpartum depression: A cross-national, ecological Analysis. Journal of Affective Disorders, 69, 15-29.
  2. Olsen S F, N J Secher 2002. Low consumption of seafood in early pregnancy as a risk factor for preterm delivery: prospective cohort study. British Medical Journal, 324, 447-451.
  3. Stoll A L 2001. The Omega-3-Connection: The Groundbreaking Omega-3 Antidepression Diet and Brain Program. New York, Simon & Schuster.
  4. Budwig J 2000. Krebs – Das Problem und die Lösung. Kernen, Sensei-Verlag.

 
Fisch für Omega-3-Fettsaeuren

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