Autoimmunerkrankung: Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis gilt als die am häufigsten vorkommende Autoimmunerkrankung.
Man schätzt, dass ca. 4-12% der Bevölkerung an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt sind, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Außerdem tritt sie gehäuft familiär auf.
Es handelt sich um eine Erkrankung der Schilddrüse, bei der in der Regel eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt wird.
Die Erkrankung wurde nach ihrem Entdecker, dem japanischen Chirurgen Hakaru Hashimoto, benannt. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung.


Woran Sie eine mögliche Hashimoto-Thyreoiditis erkennen!

Ganz typische Beschwerden sind Müdigkeit, Antriebsmangel, abnehmende Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, Blähungen, leichtes Frieren, depressive Stimmung, Angst, Gereiztheit, Haarausfall, trockene Haut und Haare, nächtliches Einschlafen der Hände. Es müssen jedoch nicht alle Symptome zur gleichen Zeit bestehen.


Wie wird Hashimoto-Thyroiditis festgestellt?

Zur Diagnose sind mehrere medizinische Untersuchungen notwendig. Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung, müssen durch eine Blutuntersuchung die Schilddrüsenhormone (fT3, fT4 und TSH), sowie die Schilddrüsenantikörper (TPO-AK, TGAK und TRAK) bestimmt werden. Der Arzt sollte die Schilddrüse abtasten und eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) durchführen. Ein Szintigramm ist nur selten erforderlich. Zu Beginn der Erkrankung kann manchmal auch eine Überfunktion der Schilddrüse bestehen, die allmählich in eine Unterfunktion übergeht.

 

 

Wie wird Hashimoto-Thyroiditis behandelt?

Oft können durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen die Beschwerden gelindert oder sogar vollständig beseitigt werden. In machen Fällen braucht der Patient viel Geduld, denn es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die mit Rückschlägen einher gehen kann.

Nicht jeder Arzt kennt sich mit dieser Erkrankung aus, deshalb sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen, d. h. einen Internisten mit endokrinologischer Zusatzausbildung (Internist/ Endokrinologe).
Regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerte sind unbedingt erforderlich.


Woher kommt die Müdigkeit? Vielleicht eine Hashimoto-Thyreoiditis Autoimmunerkrankung?

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