Angstattacken und Panikattacken: Kann eine Psychotherapie helfen?

Kann eine Psychotherapie helfen?

Grundsätzlich JA.
Am besten geeignet ist eine Verhaltenstherapie.
Der Ausschluss einer zugrunde liegenden körperlichen Erkrankung ist jedoch vor Aufnahme der Therapie erforderlich.


Ziel einer Verhaltenstherapie ist es, dass die Schwere und Häufigkeit der Angstanfälle reduziert bzw. ganz beseitigt werden.
Das therapeutische Vorgehen ist stark auf die Symptome aus- gerichtet. Während der Therapie wird kontinuierlich ein Angsttagebuch geführt. In der Verhaltenstherapie Das Angst Tagebuch gegen Angst- und Panik-Attackenlernt der Betroffene, die körperlichen Symptome gedanklich richtig einzuordnen. Für den Erfolg der Therapie ist es entscheidend, dass der Patient die Informationen verstanden hat, wodurch die Panikattacken entstehen und wie sich die Symptome in einem Teufelskreis aufschaukeln können.
Es geht nicht darum, die Attacken zu vermeiden, sondern sich mit den Beschwerden Schritt für Schritt zu konfrontieren, sodass neue Lernerfahrungen ermöglicht werden.
In der Regel ist es auch erforderlich, dass der Patient einen neuen Umgang mit Stress erlernt, da ein allgemein erhöhter Stresslevel die Tendenz für die Auslösung von Angstreaktionen bzw. Panikattacken steigert.

Die Hilfe bei Panik-Attacken

Was ist vor der Aufnahme einer Psychotherapie
zu beachten?

Doch vor Aufnahme einer Psychotherapie sollten Sie eine eingehende körperliche Untersuchung durchführen lassen.
Der Ausschluss einer organischen Ursache für die Beschwerden ist unbedingt notwendig, um auf eine Angst- oder Panikstörung zu schließen. Eine zugrundeliegende organische Erkrankung muss durch einen Arzt behandelt werden.
Häufig übersehen wird beispielsweise eine Störung der Funktionsweise der Schilddrüse, d. h. eine Über- oder Unterfunktion. Auf jeden Fall sollte der Arzt vor Aufnahme einer Psychotherapie die Schilddrüse untersuchen und durch eine Laboruntersuchung des Blutes die Schilddrüsenhormone, TSH, Schilddrüsenantikörper bestimmen.
Der Blutkalziumspiegel zeigt an, ob eine Funktionsbeeinträchtigung der Nebenschilddrüsen vorliegt. Eventuell ist eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse notwendig. Blutdruck und Puls sollten gemessen werden.
Ein 24-Stunden-EKG gibt Aufschluss, ob eine koronare Herzerkrankung vorliegt.
Blutzucker- und Insulinspiegel sollten bestimmt werden. Ein Glukose-Toleranz-Test kann erforderlich sein, wenn die Symptome ca. zwei bis vier Stunden nach der letzten Mahlzeit auftreten.

Mitunter können auch allergische Erkrankungen oder eine Autoimmunerkrankung die Symptome auslösen.
In Fertiggerichten oder in manchen Restaurants wird beispielsweise Glutamat verwendet. Dieser Geschmacksverstärker kann in manchen Fällen Panikattacken auslösen.

Ein Tagebuch über die Angstanfälle hilft Ihnen, dem Therapeuten einen Überblick über die Art der Symptome und den Verlauf zu geben.


Das Hörbuch gegen Angst- und Panik-Attacken

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